Haushaltskonsolidierung ???

Einen ausgeglichenen Haushalt in Krempe vorzulegen war schon seit Jahren eine nicht zu erfüllende Anforderung der Kommunalaufsicht. Fast wiederkehrend wie in einer Gebetsmühle, kam alljährlich die Ermahnung vom Landrat an die Stadt Krempe, auf die Konsolidierung hin zu arbeiten. Ein ganzer Katalog von Sparpotentialen aber auch Einnahmemöglichkeiten waren solchen Ermahnungen beigefügt. Das wurde mit einem milden Lächeln registriert: „Das kennen wir ja schon, ist nicht neu!“ Daraus resultierte: Immer so weiter wie bisher. Die Liquidität wurde zwischenzeitlich mit einem Kassenkredit zur Sicherung der laufenden Kosten hergestellt. Der ist teilweise auch heute noch zu tilgen. Bereits laufende Kredite zur Finanzierung verschiedener anderer Maßnahmen natürlich auch.
Im Dezember 2014 stellten wir, die WFK (vormals FWK), an den Hauptausschuss den Antrag zum Beschluss einer Nachhaltigkeitssatzung. Mit dieser Satzung hätten sich die Stadtvertreter einer exakt geregelten Verschuldungsbremse unterstellen müssen. Mit wenigen Ausnahmen, lediglich zur Kreditaufnahme wegen Umschuldung.
Mit der Stimmenübermacht der BGK wurde der Antrag schon im Hauptausschuss abgelehnt. Mit folgender Begründung: Wenn wir die Satzung beschließen würden, nähmen wir uns sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten! Danach stand die Konsolidierung des Haushalts also nie zur Diskussion, immer schön weiter wie bisher! Was interessiert uns der Schuldenberg, den wir unserer Nachfolgegeneration hinterlassen?

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